14.05.2010 - MA

VERKEHR:

Zu viel Geld für

die Bahn im Osten

 

Verbraucher-

verband will umverteilen

 Die öffentliche Förderung des Schienen-Nahverkehrs in den Bundesländern ist einer Studie des Bundesverbandes Verbraucherzentralen (VZBV) zufolge völlig ineffizient. Vor allem in einigen ostdeutschen Ländern und im Saarland werde „mit einem überdurchschnittlichen Aufwand ein unterdurchschnittliches Ergebnis erzielt“, sagte der Autor der Studie, Holger Krawinkel, am Mittwoch in Berlin. Er forderte eine grundlegende Reform bei der Verteilung des Geldes.

Die Bundesländer erhalten pro Jahr insgesamt rund sieben Milliarden Euro Regionalisierungsmittel aus dem Bundeshaushalt und entscheiden selbst, wie sie die Mittel verwenden – ohne jegliche Kontrolle. Krawinkel verglich Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Personenkilometerleistungen in den Ländern. In Bayern und Baden-Württemberg kostet es demnach im Schnitt elf Cent, einen Menschen einen Kilometer weit im Zug zu befördern, in Sachsen dagegen 35 Cent. Die Bevölkerungsdichte könne nicht der einzige Grund dafür sein, so Krawinkel. Schließlich sei Sachsen dichter besiedelt als Bayern und das dünn besiedelte Brandenburg komme mit 19 Cent pro Fahrgast und Kilometer aus.

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